Sollten Ideen dem Open-Source-Prinzip nach fr

Von Carolin Sommerer

28. September 2015

Für eine neue Generation sozial offener Unternehmer ist das Bild eines Unternehmens mit Ellenbogenkultur völlig veraltet. Sie glauben an Zusammenarbeit – und das ist etwas, wovon wir alle etwas lernen können.

Wenn man seine Ideen weiterentwickeln möchte, muss man ihnen Freiheit schenken

Elena Alcalde, Kommunikationsleiterin im Impact Hub Madrid, verdeutlicht die Vorzüge der Zusammenarbeit: „Um Wirkung zu erzielen, muss man mit anderen Menschen zusammen sein. Man kann nicht einfach alles allein machen.“

Where ideas have sex

Die Communitys, die um die Impact Hubs und andere geteilte Arbeitsbereiche entstehen, sind Beweis für diese Überzeugung. Richard Evans, Direktor von Impact Hub, sagt: „Das erste, was Menschen fühlen, wenn sie hierher kommen, ist: Ich bin nicht alleine. Wir sind offen. Wir urteilen nicht. Es ist ein sicheres Umfeld, wo Menschen neue Ideen entwickeln, diskutieren, formen und sie schließlich in Prototypen umwandeln können.“

Die Menschen, die diese Orte nutzen, möchten ihre Unternehmen nicht mehr in Isolierung entwickeln – sie suchen vermehrt nach einem Umfeld, in dem sie Verbindungen schaffen und als Teil eines unterstützenden Netzwerks wachsen können.

Teams sharing dinner at Impact Hub Berlin Informelle Events wie das wöchentliche Sexy Salad Mittagessen bringen die Gemeinschaft zusammen und geben Leuten die Möglichkeit, sich zu treffen und Ideen auszutauschen.

Und genau das macht ihre Unternehmen wunderbar anders. So kann es für Sie funktionieren:

Stellen Sie den Konkurrenzkampf ein

Andere Unternehmen sind nicht die Konkurrenz. Sie versuchen einfach, dasselbe Problem wie Sie von einem anderen Standpunkt aus anzugehen. Wie Max Bohm bei Enffi sagt: „Haben Sie keine Angst vor Wettbewerb. Nutzen Sie ihn, um zu erfahren, was die anderen machen, und verbessern Sie Ihre Idee.“ Lassen Sie sich von anderen inspirieren und lernen Sie aus deren Erfolgen – und Misserfolgen.

Schenken Sie Ihren Ideen Freiheit

„Es zahlt sich aus, Ihre Ideen öffentlich zu machen“, sagt Iman Fadaei, Gründer von CrowdSkills. Er ist der Meinung, dass Ihr wertvollstes, geistiges Eigentum nicht Ihre Kernidee ist – sondern wie sie diese ausführen. Machen Sie Ihr Unternehmen zum besten in seiner Branche. Es ist nicht wichtig, ob jemand versucht hat, Ihr Konzept zu kopieren. Teilen Sie Ihre Ideen und helfen Sie ihnen zu wachsen, aber stellen Sie sicher, dass Sie die Art schützen, wie Sie sie auf den Markt bringen.

Working at Impact Hub Ein spielerischer Ansatz bei Architektur und Design schafft ein offenes, kollaboratives Büro.

Lösen Sie Probleme schneller

„Als Unternehmer hat man ständig Fragen“, sagt Ekaterina Karabasheva von Jourvie. Durch Zusammenarbeit können Sie „entweder jemanden finden, der die Antworten auf Ihre Fragen hat, oder jemanden, der dieselben Fragen hat, damit man diese zusammen erörtern und gemeinsam Antworten finden kann.“ Verbünden Sie sich also, um Probleme zu finden – Zusammenarbeit ist effizienter, als nebeneinanderher zu arbeiten.

„Es zahlt sich aus, Ihre Ideen frei zugänglich zu machen“ Iman Fadaei Gründer, CrowdSkills
Iman Fadaei - Founder, CrowdSkills

Geben Sie zurück

Denken Sie stets daran, dass Zusammenarbeit ein wechselseitiger Prozess ist. Ekaterina sieht es als „Geben und Nehmen ... Hilfe, Unterstützung oder nur 10 Minuten Aufmerksamkeit für das Problem anderer.“ Suchen Sie nach gleichgestellten Partnerschaften, die beiden Seiten nutzen, und seien Sie großzügig mit Ihrer Zeit, wenn Ihre Kollegen Sie brauchen.

Erschaffen Sie ein kollaboratives Umfeld

Die Förderung von Zusammenarbeit durch ein entsprechendes Design im Büro kann helfen, Barrieren zwischen Abteilungen und Teamkollegen zu durchbrechen. Im Hub in Madrid „sind die Tische kreisförmig angeordnet – jeder arbeitet und schaut einander an und das hilft, Verbindungen zu schaffen“, sagt Elena. „Alles wurde als Raum zum Teilen und Zusammenarbeiten angedacht. Wir möchten, dass die Leute an allem beteiligt sind, das wir tun.“

Wie fördern Sie Zusammenarbeit in Ihrem Büro? Erzählen Sie es uns in der Kommentarbox unten.