Von Carolin Sommerer

28. September 2015

Wir verbringen den Großteil unserer Zeit in Büros. Sollten Büros dann nicht Orte sein, die informieren, unterhalten und uns inspirieren? Genau das denken die Menschen hinter dem innovativen Impact Hub Netzwerk – und ändern die Art, wie wir arbeiten.

Das Labor für neue Ideen

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Seit der Eröffnung des ersten Impact Hubs in London im Jahr 2005 ist das Netzwerk geteilter Arbeitsbereiche und Inkubatoren exponentiell gewachsen und hat so eine solidarische, globale Community sozialer Unternehmer geschaffen.

neue Ideen

Ihre Mission: Menschen helfen, die Welt durch die Kombination von Wirtschaft und Nachhaltigkeit zu verändern. Nele Kapretz, CEO des Impact Hub Berlin, ist fest davon überzeugt, dass "wir soziale Probleme auf unternehmerischem Weg lösen können."

Es ist eine Idee, die an Einfluss gewinnt. Menschen möchten ethisch verantwortungsvoll konsumieren und Investoren wünschen vermehrt, dass das Geld, welches sie in Unternehmen investieren, sowohl einen gesellschaftlichen Nutzen hat als auch finanzielle Erträge abwirft. Marken wie Toms setzen ein solches Modell bereits im: Ein Teil der Gewinne von jedem Paar verkaufter Schuhe verwendet das Unternehmen zur Unterstützung benachteiligter Gemeinden weltweit.

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Dennoch sieht die Unternehmenswelt soziale Unternehmer laut Impact Hub Direktor Richard Evans immer noch als Sonderlinge und "Freaks" an. Wie fördern die Hubs selbst also diese wachsende Community ethischer Kapitalisten?

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Selbst die Wände im Hub in Madrid wurden verändert, um einen offenen, kollaborativen Arbeitsbereich zu schaffen.

Die Antwort ist entwaffnend einfach: indem man Menschen zusammenbringt. Von Mitgliederforen bis hin zu regelmäßigen Events wie dem gemeinsamen Sexy Salad Lunch findet jeder Hub seinen eigenen Weg, eine Community zu bilden. Zufällige Treffen und neue Verbindungen zwischen Mitgliedern entfachen das neue Denken, das dieser Sektor zum Überleben benötigt. Der Ausdruck "glücklicher Zufall" taucht oft in Unterhaltungen mit Mitgliedern auf – das ist etwas, was sie offensichtlich an der Arbeit in den Hubs wertschätzen.

Die Verpflichtung des Impact Hubs, eine Community zu bilden, geht jedoch tiefer als nur einfache Netzwerk-Events. Sie ist tief in die Struktur der Gebäude selbst verstrickt. Tische verfügen über ein intelligentes Design, um Menschen zum Reden zu animieren. Modulare Möbel können abgebaut und zu neuen Formen zusammengestellt werden, was das Layout der Hubs fließend und nicht starr macht. Verspielte Pausenbereiche laden zu einer Unterhaltung bei einer Tasse Kaffee ein.

Das innovative Raumkonzept ist weniger kleinlich als das der zukunftsorientierten Techno-Giganten im Silicon Valley. Ein Teil der dort forcierten Verrücktheiten werden in den Hubs weggelassen, wodurch sie einladender und menschlicher sind –in einem Umfeld, dessen durchdachtes Design Zusammenarbeit derart fördert, ist es schwer vorstellbar, nicht zu kooperieren.

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"Würden Sie lieber in einem normalen Büro sein – oder hier?"

Richard Evans

Direktor, Impact Hub

Richard lässt seinen Blick über das Impact Hub King's Cross streifen und lächelt. Im Raum sind zahlreiche verschiedene Grüppchen, die sich unterhalten, auf Laptop-Bildschirme zeigen oder sich über Geschäftspläne beugen. Ein Geschwirr animierter Unterhaltungen füllt die Luft. "Würden Sie lieber in einem Büro sein oder hier?", fragt er. Diese Frage ist leicht zu beantworten.

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Mit frischem Denken können in Büros Bereiche für jede Arbeit geschaffen werden.

Hätten Sie auch gern ein wenig vom Zauber des Impact Hubs in Ihrem Büro? So funktioniert's:

Crowdsourcen Sie Ideen

Nele dazu: "Ich rate den Leuten, gemeinsam mit den Kollegen zu erörtern, was sie wirklich wünschen. Menschen benötigen so viele verschiedene Orte zum Arbeiten – man muss herausfinden, wie man dies im jeweiligen Arbeitsumfeld ermöglichen kann. Das kann viele Vorteile mit sich bringen und es muss nicht einmal teurer als ein normales Büro sein."

Testen und lernen

Impact Hubs finden die besten Lösungen für die Bedürfnisse ihrer Nutzer, indem sie Prototyp-Standorte entwickeln. Versuchen Sie es in Ihrem Büro. Sobald Sie die Probleme in ihrem Büro identifiziert haben, testen Sie eine Reihe an kostengünstigen Verbesserungsmethoden. Prüfen Sie verschiedene Optionen, um herauszufinden, was funktioniert, verbessern Sie es dann und setzen Sie es schließlich komplett im Unternehmen um.

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Es geht nicht nur um unkonventionelle Raumgestaltung – alles in den Hubs wurde ausgewählt, um die Funktionalität des Büros zu optimieren.

Seien Sie erfinderisch

Selbst wenn Sie klassische Großraumbürozellen nicht gegen unkonventionelle Arbeitstische zur Zusammenarbeit austauschen können, gibt es dennoch ungewöhnliche Arten, um Ihr Team zu inspirieren. Eine Studie des japanischen Parfumgiganten Takasago hat zum Beispiel herausgefunden, dass Menschen 54 % weniger Tippfehler machen, wenn sie den Duft von Zitrusfrüchten im Büro riechen. Ein wirklich erfrischender Gedanke.

Erfahren Sie mehr zum Impact-Hub-Netzwerk: impacthub.net

Wie würden Sie Ihr Büro positiv verändern? Teilen Sie es uns in den Kommentaren mit.

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