Wie hat Technologie die Arbeit im letzten Jahrzehnt verändert?

31. März 2017

3 Min. Lesezeit

Wir sind produktiver und effizienter als jemals zuvor. Was ist heute im Vergleich zur Arbeit vor zehn Jahren anders?

Wie hat Technologie die Arbeit im letzten Jahrzehnt verändert? (Desktop)

2006 erschien das erste iPhone und veränderte den Smartphone-Markt für Konsumenten. Seitdem sind wir es gewohnt, viel von unseren Geräten zu erwarten. Die Technologiebranche ist geprägt von explosivem, blitzschnellem, innovativem Wachstum.

Heute ist es normal, Minicomputer bei sich zu haben, die besser sind als Desktop-Rechner vor zehn Jahren. Wir verlassen uns heutzutage darauf, und erwarten es auch, mobil zu sein und in unserem Privat- und Berufsleben unbeschränkt auf Daten zugreifen zu können.

Wir tragen aber nicht nur leistungsstarke Geräte mit uns herum, sie sind auch fest in unserem Leben integriert. Das Internet der Dinge wächst und nimmt immer mehr Dienste und Geräte in ein expandierendes Netz auf. Die Verbindung von unserem Smartphone zur Kontrolle anderer Geräte oder von Diensten zuhause oder im Büro ist selbstverständlicher Standard geworden – egal, wo wir uns gerade befinden.

Welche physischen Kapazitäten brauchen wir überhaupt noch?

Dies beeinflusst unser Arbeitsleben. Alles ist schneller, verbundener und effizienter. Sie möchten beim Bergsteigen eine E-Mail öffnen? Machbar ist es. Verspäteter Zug auf dem Heimweg? Schalten Sie von unterwegs schon mal Ihre Heizung zuhause ein.

Mit diesen Systemen entwickelte sich auch ein neues Verständnis für die Art und Weise, wie wir arbeiten und arbeiten können. In einer dienstleistungsorientierten Wirtschaft ist es nicht mehr nötig, physische Kapazitäten im Büro vorzuhalten – seien es Software-Datenträger oder ganze Personalteams.

In einer Bedarfsökonomie ist es kostengünstiger, auf externe Fachkenntnisse zuzugreifen oder die Cloud anzusteuern, um Anwendungen je nach Bedarf von überall zu bedienen.

Die Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern, die Ihnen sowohl Beratung als auch die benötigte Soft- und Hardware bieten, ist Usus geworden. Von Managed Print Services bis hin zu Device as a Service – Outsourcing ist sinnvoll.

Neue Arbeitsplätze, neue Gefahren

Outsourcing heißt auch, auf Freelancer oder Telearbeiter zuzugreifen. Derzeit arbeiten bereits 12% der Menschen in Deutschland von zu Hause aus. Kleinere, leichtere und besser vernetzte Geräte – es ist einfach geworden, mobil zu arbeiten und Teil der Belegschaft zu bleiben. Enorme Fortschritte auch in der Technologie: Ihr Smartphone kann so viel wie Ihr Laptop vor zehn Jahren und Ihr heutiger Laptop ist so leicht wie Ihr damaliges Handy.

Das führte jedoch auch dazu, dass Datensicherheit zu einem größeren Problem geworden ist. Die Tatsache, dass viele Geräte inzwischen online sind und es eine Flut von beruflich genutzten Privatgeräten gibt, hat die Arbeitsorganisation in den letzten zehn Jahren grundlegend verändert. 37 % der Arbeitnehmer berichten, dass ihre Passwörter schon einmal gehackt wurden, was auch daran liegt, dass wir uns auf Cloud-Dienste verlassen und uns bei zahlreichen Diensten einloggen müssen. 90 % stimmen zu: Die Sicherung der mobilen Arbeitnehmer ist eine Herausforderung. 50 % der Firmen geben an, dass sich Angriffe aus dem Internet negativ auf die Unternehmensbilanz auswirken.

Mailverkehr wird weiter steigen

Die Technologie für Telearbeit ist auch für Kommunikation in (fast) Echtzeit geeignet. Im Jahr 2016 summierte sich die Zahl der versendeten E-Mails auf 205 Mrd. Heute empfangen wir täglich 13 E-Mails mehr als 2011 (121) und bis 2018 werden wir mindestens 140 E-Mails pro Tag erhalten.

Ständige Kommunikation kann zu Informationsüberfluss führen. 65,2 % der Arbeitnehmer im Vereinigten Königreich gaben an, dass ihre Arbeit durch hohe Datenmengen negativ beeinflusst wird.

In den USA sind 72 % der Arbeiter der Ansicht, dass sie ihre Arbeit besser schaffen würden, wenn sie nicht zwischen Anwendungen hin- und herwechseln müssten.

Zum Informationsfluss tragen manchmal nicht nur die Informationen, die direkt auf uns einströmen, bei, sondern auch die Suche nach ihnen: Unternehmen im Vereinigten Königreich verlieren jährlich zwei Wochen, wenn Mitarbeiter Informationen suchen, die sie gesehen, aber deren Speicherort vergessen haben – ein Verlust von ca. 1407 EUR pro Jahr und Mitarbeiter.

Bereits vor zehn Jahren kosteten Unterbrechungen durch Informationsüberfluss US-Firmen ungefähr 650 Mrd. USD. InfoDesk schätzt, dass Unternehmen momentan 833 USD Verlust pro Minute durch Produktivitätsverluste erleiden, je 1000 Informationsnutzer. Das summiert sich zu 208.000 USD pro Jahr für jede einzelne Minute, die Mitarbeiter nach Infos suchen.

Nicht die Datenmenge ist das Problem, sondern die Organisation

Hier setzt die Verbesserung von Geschäftsprozessen an. Die Informationsflut an sich ist nicht schlimm, aber mit schlecht organisiertem und verwahrtem Inhalt lässt sich nicht arbeiten.

Wie wir arbeiten – das hängt vom Zugang zu Technik und den zugehörigen Prozessen ab. In den letzten zehn Jahren hat sich unsere Arbeitskultur dermaßen verändert, dass wir nicht wissen können, wie diese wohl in den kommenden zehn Jahren aussieht.

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