Warum Premium-Produkte so beliebt sind

8. April 2016

2 Min. Lesezeit

In unserer modernen Überflussgesellschaft geht der Trend zu hochwertigeren und nachhaltigeren Produkten. Wer sie kauft, gibt sich als ökologisch bewusst, kulturell interessiert, aufgeschlossen oder designaffin. Premium-Produkte fungieren häufig als Ausdruck der eigenen Identität.

Warum Premium-Produkte so beliebt sind (Desktop)

Seit Jahren schon stellen Marktforscher ein interessantes Phänomen bei Verbrauchern fest: Das sogenannte mittlere Konsumsegment verschwindet zunehmend. Produkte verkaufen sich am besten im oberen oder im unteren Preisspektrum. Standard ist demnach out.

Entweder entscheidet schlicht und ergreifend der niedrige Preis, ob ein Produkt gekauft wird, oder aber die gute Qualität. Bei letzterem sind die Verbraucher inzwischen bereit, tiefer in die Tasche zu greifen. Sie wollen sich – und häufig auch der Umwelt – etwas Gutes tun und entscheiden sich für nachhaltige Produkte, die zwar mehr kosten, aber dafür auch mehr Qualität und Lebensfreude bieten.

Das fängt bereits bei Lebensmitteln mit der steigenden Nachfrage nach Bioprodukten und nachhaltigem Anbau sowie artgerechter Tierhaltung an und geht über fair gehandelten Kaffee, fair hergestellte Kleidung aus Bio-Baumwolle bis zum Kauf von Premium-Uhren, -Autos oder -Computern weiter.

Der Brockhaus erklärt das Wort „Premium“ denn auch vor allem mit einer deutlich höheren Qualität von Produkten oder Dienstleistungen. Doch was genau bedeutet das? Was zeichnet Premium-Produkte aus und warum sind sie so beliebt?

Die global agierende Marketingberatung Added Value wollte das genau wissen und hat vor einigen Jahren den Unterschied zwischen Luxus und Premium herausgearbeitet. Demnach schreiben sie Premium-Produkten sieben Eigenschaften zu: Sie sind „weniger protzend“ als Luxusprodukte, nahbarer, moderner, rationaler, Beste ihrer Klasse, verfügen über ein geschmeidiges Design und eine auffällige Präzision in der Verarbeitung.

Produkte und Leistungen aus dem Premium-Segment bezeichnen die Strategieberater von SchmidPreissler aus dem bayrischen Gmund am Tegernsee als „demokratisierten Luxus“. Gemeint ist also eine Form von Luxus, die einer viel größeren Zahl von Menschen zugänglich ist.

Da Premiumprodukten die Exklusivität und strenge Limitierung fehlt sind sie weit verbreitet und zählen somit zu den festen Bestandteilen unserer Lebenskultur. Wer sie kauft und sich mit ihnen identifiziert, drückt damit aus, dass er neben dem Alltäglichen aus einer grundsätzlichen Einstellung oder einem gegebenen Anlass zwischen dem reinen Bedarf und Bedürfnissen sehr wohl zu unterscheiden weiß. Auf gut Deutsch: Er gönnt sich etwas Besonderes.

Im Premiumsegment ist es das treibende Bedürfnis der Kunden, Produkte zu kaufen, mit denen sie die eigene Identität ausdrücken können. Damit wollen sie ihren Mitmenschen, Kollegen, Freunden und Bekannten und natürlich auch sich selber zeigen, dass sie besonders sind.

Diesen Anspruch haben Konsumenten nicht nur im privaten Bereich, sondern auch bei ihrer Arbeit. Wenn sie hart arbeiten, möchten sie auch schönere Arbeitsmittel, an denen sie Freude haben und die ihnen alles bieten, was ihre Arbeit erleichtert. Denn die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen, das Bürogerät wird zunehmend zu Hause genutzt.

Unternehmen kommen diesem Trend mit dem sogenannten CYOD (Choose Your Own Device)-Konzept entgegen. Als Nachfolgelösung von BYOD (Bring Your Own Device), bei dem Mitarbeiter ihre privaten Geräte auch beruflich nutzen dürfen, bieten sie ihnen mit CYOD die Möglichkeit, sich ihr Notebook, Ultrabook, Tablet, Phablet oder Smartphone aus einer Liste von Geräten selbst auszusuchen.

Gern wird sich inzwischen ein Design-Notebook zugelegt, das nicht nur aus Kunststoff besteht. Edel vom Material her, schön im Design und leicht zum Mitnehmen sollte es sein. CYOD stellt für beide Seiten eine Win-Win-Situation dar: Unternehmen kommen den Wünschen der Mitarbeiter nach Premium-Produkten entgegen und übernehmen die Kosten für die Beschaffung und die Einrichtung der Business-Geräte. Im Gegenzug behalten sie als Eigentümer die Kontrolle über deren Inhalte. So können sie datenschutzkonform für die Sicherheit der darauf laufenden Anwendungen sorgen.

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