Fluggesellschaften setzen im Cockpit auf Tablets und sparen mehrere Kilo Papier

5. Juni 2015

2 Min. Lesezeit

Mehrere Kilogramm Papier verschwinden in einem Tablet: Airlines statten ihre Piloten mit modernen Geräten aus. Auch die Fluggesellschaften des Thomas Cook Konzerns setzen auf fehlerfreie Technik im Cockpit.

Fluggesellschaften setzen im Cockpit auf Tablets und sparen mehrere Kilo Papier (Desktop)

Eine etwas abstruse Nachricht geisterte vor einiger Zeit durch die Medien: „iPad-Panne führt zu Flugzeugverspätungen”, hieß es da. Bei einer US-amerikanischen Airline hatten mehrere Tablets im Cockpit versagt, auf denen die Pläne des Flughafens gespeichert waren. Die Piloten mussten die entsprechenden Apps löschen und neuinstallieren. Die wartenden Fluggäste twitterten in der Zwischenzeit über den lustigen Vorfall.

Die Nachricht über die fehlerhaften iPads wirft ein schlechtes Licht auf die neue Technik. Zu unrecht. Denn die zuverlässigen Alternativen – betrieben mit einem bewährten Windows-System – funktionieren bereits fehlerfrei. Und erleichtern den Piloten ihre Arbeit enorm. Die Crew-Mitglieder brauchen sich nicht mehr durch mehrere Kilogramm Papier wühlen.

Vor wenigen Monaten haben beispielsweise die Thomas Cook Group Airlines angefangen, ihre Cockpits mit HP Elite Pad 1000 auszustatten – einem leistungsfähigen Windows Tablet. Eine Testphase wurde bereits erfolgreich abgeschlossen – und die 41 Flugzeuge der Condor-Flotte verwenden die modernen Geräte seit Oktober des vergangenen Jahres. Ohne technische Probleme. Die Thomas Cook-Airlines in Belgien, Großbritannien und Skandinavien sollen demnächst folgen.

Die Umsetzung geht dabei weiter als bei anderen Fluggesellschaften, die bereits auf Tablets setzen. Denn: Die Piloten müssen die Informationen nicht in verschiedenen Applikationen auf ihrem Tablet suchen. Stattdessen gibt es eine speziell für den Flugbetrieb entwickelte Software, die alle verschiedenen Informationen bündelt. Auf diese Weise lässt sich auf einen Schlag sicherstellen, dass die verschiedenen Funktionen und Informationen den Piloten auch zur Verfügung stehen.

Als Fluggast kann man sich nur schwerlich vorstellen, was für eine Fülle an Informationen früher in Papierform im Flugzeug vorhanden waren. In dem System auf dem Tablet finden sich so zum Beispiel Navigationskarten oder Handbücher, aber auch verschiedene Reporting-Tools und Fluginformationen mit allen relevanten Wetterdaten. Lernprogramme sind ebenfalls auf dem System vorhanden.

Durch ein modernes Update-System lässt sich vorbeugen, dass die Piloten mit einer veralteten Applikation Probleme haben. über das 3G-Netz, mit dem auch Smartphones ihre mobilen Daten empfangen, werden die Tablets automatisch immer auf den neusten Stand gebracht, ohne dass der Pilot darauf achten muss.

Die neuen Geräte haben noch einen weiteren Vorteil: Durch die innovativen Systeme „können außerdem auf einem Flug mit einer Boeing 767-300 von Frankfurt nach Las Vegas durchschnittlich pro Jahr 2000 Kilogramm Treibstoff eingespart werden”, sagt Christoph Debus, Chief Air Travel and Hotels Officer der Thomas Cook Group. So sei es möglich, dass die Airline ihre CO2-Emissionen nachhaltig reduziere. „Das kommt auch der Umwelt zugute”, sagt Debus. Tatsächlich ist es möglich, durch das reduzierte Gewicht im papierlosen Cockpit den Treibstoff zu sparen.

Die Tablets im Cockpit zeigen einmal mehr, wie gut sich das papierlose Arbeiten in Unternehmen umsetzen lässt. An jeder Ecke lauern Papierberge, die sich mit einer innovativen Lösung in ein schickes Tablet stecken lassen.

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