Der Tag, an dem das Internet starb: Neue DDoS-Angriffe sorgen für Bedrohung

28. Oktober 2016

1 Min. Lesezeit

Das Internet wird von zunehmend hochentwickelten DDoS Angriffen unter Druck gesetzt. Aber was macht diese Attacken so gefährlich? Und was planen die Hacker als nächstes?

Der Tag, an dem das Internet starb: Neue DDoS-Angriffe sorgen für Bedrohung (Desktop)

Plötzlich waren am vergangenen Freitag überall auf der Welt Websiten und Online-Services down. Sogar Tech-Riesen wie Spotify und Twitter waren offline und für Millionen ihrer Nutzer nicht abrufbar. Und das alles wegen einer “Distributed Denial of Service” (kurz: DDoS) Attacke auf Dyn, einem großen DNS Provider, der die betroffenen Seiten und Services hostet.

Solange es noch an Details fehlte, sprudelten im Internet nur so die Gerüchte. Nahezu jeder, von WikiLeaks Sympathisanten bis hin zu politisch motivierten Anstiftern, wurde beschuldigt. Das Einzige, was sich bis jetzt mit Sicherheit erklären lässt, ist, wie der Angriff ausgerollt wurde.

Die Sicherheitsfirma Flashpoint führt den Angriff auf ein Netzwerk zurück, das aus webfähigen Überwachungskameras einer einzelnen Firma, XiongMai Technologies, besteht. Die Kameras wurden mit einer Malware namens Mirai infiltriert und dazu missbraucht, um eine solch große Anzahl an Anfragen an die Dyn’s Server zu schicken bis diese überlasteten.

Aber wie kann eine Attacke dieser Größenordnung vorkommen? Die Antwort: das Internet der Dinge.

Internetfähige Geräte wie Wasserkocher, Kühlschränke und Telefone wurden nicht in erster Linie aus Sicherheitsaspekten designt. Raffinierte Cyber-Hacker haben daher Möglichkeiten, sich in diese ungesicherten Netzwerke einzuklinken und diese für ihre Zwecke einzusetzen.

“Über die letzten zwei Jahre wurden die Schutzmechanismen von Unternehmen auf die Probe gestellt, die kritische Bereiche des Internets betreiben. Diese ‘Tests’ haben den Anschein von sehr präzise ausgesteuerten Angriffen. Sie verfolgen scheinbar die Absicht, herauszufinden, wie gut sich diese Firmen verteidigen können und was es bedarf, um sie in die Knie zu zwingen”, so der US-amerikanische Sicherheitsexperte Bruce Schneier.

Dadurch dass Hacker in der Lage sind, eine Art “Zombie-Armee” aus DDoS Botnets (Geräte, die gehackt und zu riesigen Angriffseinheiten mobilisiert wurden) zu formieren, werden Angriffe auf die Infrastruktur des Internets womöglich alltäglicher als Angriffe auf einzelne Websites.

Wird es irgendwann soweit kommen, dass Hacker das Internet einfach nach Belieben abschalten können? Zum gegenwärtigen Zeitpunkt lässt sich nicht mit Gewissheit sagen, was als Nächstes kommen wird und was die Verästelungen langfristig für Unternehmen und Individuen bedeuten werden

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