5 Tipps, wie Sie Verschwendung aus Ihrem Büro verbannen

9. November 2016

3 Min. Lesezeit

Papier und Energie, Büromöbel, Zeit und Nerven: Das alles verschwenden deutsche Büros jeden Tag großzügig. Mit diesen fünf Tipps lernen Ihre Mitarbeiter, umzudenken.

5 Tipps, wie Sie Verschwendung aus Ihrem Büro verbannen (Desktop)

1. Etablieren Sie „Grünes Verhalten“ in Ihrem Büro

Montagmorgen, 10:15 Uhr: Herr Müller geht von der Küche zurück zu seinem Arbeitsplatz und wirft unterwegs seinen leeren Kugelschreiber in den Papierkorb. Ist das nachhaltig? Nein. Die umweltfreundlicheren Varianten: Den Plastikstift, wenn es schon die Einweg-Mentalität sein muss, zumindest in die gelbe Mülltonne für Plastik werfen. Besser wäre natürlich noch, wenn Ihre Mitarbeiter Stifte benutzen, die sich nachfüllen lassen.

Ein anderes Beispiel: „Grünes Reisen“. Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, mehr mit dem Fahrrad zu fahren. Oder lassen Sie ein Jobticket als Alternative zum Auto springen. Getreu dem Prinzip „Der stete Tropfen höhlt den Stein“ lässt sich mit diesen Maßnahmen viel für Umweltschutz und Gesundheit tun.

2. Papier sparen – Think before you print

Glauben Sie, dass Digitalisierung und Papiersparen automatisch Hand in Hand gehen? Falsch gedacht. Die 17,4 Millionen Büroangestellten in Deutschland verbrauchen durchschnittlich immer noch bis zu 50 Blatt Papier pro Tag – das macht 870 Millionen Seiten pro Tag. Aneinandergereiht ergäbe sich eine 261.000 Kilometer lange Kette. Das entspricht in etwa dem sechsfachen Erdumfang.

Deswegen lautet Tipp Nummer eins auf dem Weg zum nachhaltigen Büro: Etablieren Sie in Ihrem Unternehmen den Grundsatz „Think before you print“ – übersetzt: Denk nach, bevor du druckst. Mitarbeiter sollten E-Mails und Dokumente nur ausdrucken, wenn es unumgänglich ist. Und dann möglichst auf Umweltpapier und zweiseitig.

Auch die Wahl des richtigen Druckers spart Papier, Toner und Energie. HP beispielsweise setzt auf die sogenannte PageWide-Technologie, die mit tausenden feststehenden Düsen druckt. Das spart Energie für einen beweglichen Druckkopf und verbessert die Klimabilanz – besonders in großen Büros, die täglich tausende Seiten drucken. Mehr Tipps zum nachhaltigen Drucken finden Sie hier.

3. Gönnen Sie Ihrem Büro energieeffiziente IT

Am sparsamsten sind sogenannte Thin Clients, die mit auf Server ausgelagerter Software arbeiten. Sie verbrauchen laut IT-Branchenverband BITKOM durchschnittlich 43 Kilowattstunden (KWh) Strom pro Jahr. Zum Vergleich: Ein PC verbraucht 201 kWh, ein Mini-PC 74 kWh und ein Notebook 65 kWh.

Schon bei 100 kWh Unterschied spart ein Unternehmen mit 50 Mitarbeitern 1.050 Euro Stromkosten im Jahr. Ein Betrieb mit 500 Angestellten freut sich über 10.500 Euro. Damit ließen sich beispielsweise rund 20 Profi-Kickertische kaufen, um die Mittagspausen zu versüßen.

4. Vegan, oder was? Statten Sie Ihr Büro mit umweltfreundlichen Möbeln aus

Kennen Sie das Bild? Es ist der Abend vor dem Sperrmüll und vor der Haustür eines großen Bürogebäudes türmen sich Bürostühle, Trennwände und Tische. Über Nacht regnet es auf die Möbel, am nächsten Tag sind sie verhunzt und landen auf der Mülldeponie. Muss das sein? Natürlich nicht.

Deswegen Tipp Nummer drei für nachhaltig denkende Unternehmer: Inserieren Sie Ihre Möbel in den Kleinanzeigen. Und überlegen sie, bevor sie ein neues Inventar kaufen, ob für Ihr Büro gebrauchte Einrichtung in Frage kommt. Die kostet oft nur ein Drittel des Neupreises und lässt sich trotzdem von der Steuer absetzen. Wenn es Neuware sein soll, dann lenken Sie Ihren Blick doch mal auf vegane Alternativen. Mittlerweile gibt es auch Möbel, die ohne tierische Bestandteile produziert sind.

5. Tod durch Meeting: Nehmen Sie Ihre Besprechungskultur unter die Lupe

Deutsche Unternehmen verschwenden aber nicht nur massig Papier, Energie und Einrichtung. Ganz oben auf der Liste der Verschwendung steht Zeit. Einer der größten Zeitfresser sind unnötige Meetings. Das zeigt beispielsweise eine Studie der Firma Hamelin Paperbrands, die 500 Geschäftsleute in Deutschland befragte. Das Ergebnis: Über 40 Prozent sehen Meetings als reine Zeitverschwendung an, weil sie sich durch endlose Vorträge gelangweilt fühlen und abschalten. Im Englischen existiert die Redewendung: „Death by Meeting.“

Diese Unachtsamkeit kommt Unternehmen teuer zu stehen, hat Bain ausgerechnet – eine der weltweit größten Unternehmensberatungen aus Boston. 60 Millionen US-Dollar verliert ein Konzern mit 10.000 Mitarbeitern im Schnitt pro Jahr, weil sich Teilnehmer in Meetings ablenken, anstatt zuzuhören. Deshalb Tipp Nr. 4: Nehmen Sie die Meeting-Kultur in Ihrem Betrieb unter die Lupe – entweder mit Unterstützung eines Beraters oder der Literatur wie „Tod durch Meeting“ von Patrick M. Lencioni.