4 Fehler, die Mittelständler häufig machen - und was Sie daraus lernen können

28. September 2015

3 Min. Lesezeit

Mit ihrem Ehrgeiz und Tatendrang können sich Mittelständler manchmal selbst schaden. Was Sie aus den häufigsten Fehlern lernen können, um Ihr Unternehmen weiter voranzutreiben.

4 Fehler, die Mittelständler häufig machen - und was Sie daraus lernen können (Desktop)

Ein Unternehmen zu führen, ist nicht einfach – egal, wie groß oder klein es ist. Gerade Mittelständler sind häufig für alle Aspekte des Geschäfts verantwortlich – vom Verkauf und Marketing bis hin zu IT- und Rechtsangelegenheiten. Dieser persönliche Einsatz ist der Motor für das Wachstum des Unternehmens, doch in manchen Situationen kann er der Unternehmensentwicklung auch schaden. Wer sich um alles kümmern muss, kann womöglich die Zeichen dafür übersehen, dass im Unternehmen nicht nur eitel Sonnenschein herrscht.

Aber nur weil Sie sich auf‘s Wesentliche konzentrieren, heißt das noch lange nicht, dass Sie automatisch das Auge für die kleineren Dinge verlieren.

Ein Fehlschlag – egal, ob es sich um einen kleinen Ausrutscher oder eine ordentliche Bruchlandung handelt – bringt auch immer eine wichtige Lehre mit sich, aus der sowohl erfahrene Unternehmer als auch Einsteiger etwas lernen können.

Hier beschreiben wir vier häufige Fehler, die Ihrem Unternehmen einen Dämpfer versetzen können und was Sie daraus lernen können.

  1. Sie haben den menschlichen Aspekt vergessen

    Kunden machen vornehmlich mit Personen Geschäfte, die ihnen sympathisch sind. Egal, ob Kunden, Lieferanten oder das eigene Team, der Ehrgeiz kann manchmal dazu führen, dass sich die Geschäftspartner vernachlässigt fühlen. Wenn Sie also einen regelrechten Exodus erleben – ob von Ihren Mitarbeitern oder Kunden – tun Sie das, wovor sich viele Unternehmen drücken: Fragen Sie die Personen, die gehen, was Sie besser machen können. Gründen Sie ein Beratungsgremium, das Probleme schon sieht, bevor sie in der Zukunft zu wirklichen Problem werden.

  2. Sie haben Mitarbeiter eingestellt, die Sie gar nicht brauchen

    Das nennen wir die Überzeugungskraft eines perfekten Bewerbungsschreibens! Der Neuzugang schien perfekt für die offene Marketingstelle. Doch wie macht er sich im Büro? Die Produktivität hat nicht so zugelegt, wie Sie es sich erhofft hatten? Befragen Sie doch einfach Ihr Team, warum sich dieser perfekte Kandidat nicht zu bewähren schien. Nutzen Sie dieses Wissen und Ihre persönliche Einschätzung der Situation, um ein besseres Einstellungsprogramm zu entwickeln. Ein solches Programm sollte Sie auch dazu ermuntern, immer kritisch zu hinterfragen, ob überhaupt die Notwendigkeit für eine neuen Angestellten besteht – vielleicht tut‘s ja auch ein befristeter freier Mitarbeiter.

  3. Bei Ihnen geht‘s immer ums Geschäft – rund um die Uhr

    Wann haben Sie aufgehört, sich für die Menschen in Ihrem Unternehmen zu interessieren? Ihre Angestellten könnten Ihnen das Datum mit Sicherheit verraten. Wenn die Motivation im Team schwindet, sollten Sie sich darauf konzentrieren, aus Ihrem Unternehmen wieder einen Arbeitsplatz zu machen, wo jeder gerne sein Bestes gibt – und zwar nicht nur, weil er dafür bezahlt wird. Wecken Sie den Teamgeist, indem Sie Ihre Angestellten zum Mittagessen oder zur Happy Hour einladen, wenn sie ihre Ziele erreichen. Ermuntern Sie Ihre Mitarbeiter, Vorschläge für ein monatliches (oder gar wöchentliches) Team Event zu machen. Schließlich ist ein motiviertes Team ein hervorragendes Fundament für den Erfolg Ihres Unternehmens.

  4. Sie haben aufgehört, zuzuhören

    Wenn sich das eigene Unternehmen in der Wachstumsphase befindet, geht man oft mit dem Kopf durch die Wand, um das nächste große Ziel zu erreichen. Damit kann man aber leider auch viele wohlmeinende Menschen verprellen. Zeigen Sie sich kompromissbereit und versuchen Sie, aus der Kritik der anderen (intern und extern) zu lernen – im Gegensatz zu manch anderen Unternehmen. Öffnen Sie also Ihre Ohren und Ihren Mund. Loben Sie Ihre Angestellten, wenn etwas gut läuft und geben Sie selbst auch ab und zu mal nach. Lernen Sie, besser zuzuhören, vor allem dann, wenn Ihnen das Gesagte nicht gefällt. Diese konstruktive Kritik könnte Ihnen helfen, so manche Hürde gänzlich zu vermeiden, anstatt darüber zu stolpern.

    Das nächste Mal, wenn Sie eine Bruchlandung erleiden und nicht wie erwartet in die Höhe schießen, achten Sie darauf, was Sie aus diesem Rückschlag lernen könnten. Nur so können Sie dafür sorgen, dass Sie denselben Fehler nicht noch einmal machen. Wenn sich offen mit Fehlern auseinandergesetzt wird, kann Ihr Unternehmen davon nur profitieren und somit vielleicht sogar die nächste Wachstumsphase erreichen.

„Timing, Durchhaltevermögen und zehn Jahre harte Arbeit lassen es am Ende wie einen Blitzerfolg aussehen.“ Biz Stone, Co-Gründer von Twitter
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