So wird mobiles Arbeiten erfolgreich

25. Januar 2017

5 Min. Lesezeit

Kann Unternehmenstechnologie mit der wachsenden Beliebtheit und der steigenden Nachfrage an mobiler Arbeit mithalten?

So wird mobiles Arbeiten erfolgreich (Desktop)

Dies ist ein bekanntes Dilemma. Der Komfort der Heimarbeit steht dabei dem Nachteil gegenüber, keinen Zugang zu Technologie und Informationen im Büro zu haben.

Natürlich kann man mit den Kollegen telefonieren. Und E-Mails sind rund um die Uhr verfügbar. Skype-Konferenzen stehen Vor-Ort-Meetings in fast nichts nach. Deshalb nutzen 28 % der Leute ihre eigenen Telefone für Konferenzgespräche. Die Chelsea Apps Factory fand heraus, dass pro Woche 7,5 Millionen Arbeitstage verloren gehen, weil die Technik am Arbeitsplatz Probleme bereitete.

Richtig schwierig wird es aber, wenn Ihr Laptop nur noch 10 % Batterieladung hat und Ihr Kabel im Büro liegt, 1,5 Stunden Fahrzeit entfernt. Die zunehmende Nutzung von mobilen Geräten und Cloud-Technologie hat zu einem Paradigmenwechsel in der Arbeitswelt geführt.

Die mobile Revolution ist tatsächlich auf dem Weg. Und obwohl viele Menschen die Vorteile der flexiblen Arbeit von zu Hause, dem Büro eines Kunden oder sogar einem Café an der Straßenecke aus genießen, ist es noch ein weiter Weg bis zu einer wahrhaft nahtlosen Erfahrung. IT-Ausfallzeiten kosten für 80 % der kleinen und mittleren Unternehmen durchschnittlich mindestens 20.000 USD pro Stunde und für 20 % sogar mindestens 100.000 USD pro Stunde. Überraschenderweise zweifeln 78 % der britischen Unternehmen daran, dass sich ihr Geschäft von einer größeren Serviceunterbrechung erholen könnte.

Sollten wir alle mobil arbeiten?

Heimarbeit hat das Leben von vielen Angestellten deutlich positiv verändert. Eltern haben nun die Flexibilität, mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen, die Fahrt zur Schule stressfrei zu organisieren, und sie verschwenden nicht mehr jeden Tag mehrere Stunden bei der Fahrt zur Arbeit.

Diese Flexibilität und dieses Vertrauen passt zur weltweit am schnellsten wachsenden Gruppe der Arbeitnehmer: den Millennials. Diese Generation möchte für zukunftsorientierte Unternehmen arbeiten, welche die Flexibilität anbieten, die für ein gesundes Verhältnis zwischen Berufsleben und Freizeit nötig ist.

Während Flexibilität und mobile Zusammenarbeit fantastische Ideale sind, finden allerdings viele Unternehmen nicht die Technologie, mit der die flexible Arbeit in die Realität umgesetzt werden kann. Das größte Hindernis ist die Suche nach Geräten und Infrastruktur, die auf das Geschäftsleben ausgerichtet sind. Wenn einer von drei Angestellten der Millennium-Generation angehört, ist die Anschaffung von Technologie, die technische Probleme mit flexibler Arbeit beseitigt, ein erheblicher Mehrwert für Unternehmen.

Das Problem mit der mobilen Arbeit

Eines der Hauptprobleme für mobile Arbeiter ist der Zugang zu Technologien, die ihren Arbeitsstil unterstützen.

Eine aktuelle Studie von HP zeigte, dass sechs von zehn Personen für die Erledigung von Aufgaben lieber ihr Smartphone als ihren Laptop nutzen – obwohl 68 % es einfacher finden, auf Dateien von ihrem Laptop aus zuzugreifen. Ein beträchtlicher Anteil von 65 % dieser Gruppe berichtete von Problemen, Inhalte auf ihre Telefone zu übertragen. Das zeigt die Diskrepanz zwischen der bevorzugten Arbeitsweise und der Einschränkung durch vorhandene Technologien.

Ein häufiges Problem von Personen, die Smartphones und andere Mobilgeräte nutzen, ist der fehlende Zugriff auf die Vollversionen ihrer Unternehmens-Apps und -programme. Oft gibt es keine Mobilanwendung, mit der Dokumente wie vorgesehen gelesen und bearbeitet werden können.

Nicht kompatible Technologien und sperriges Zubehör beeinträchtigen die Produktivität und sorgen für frustrierende Schwierigkeiten. Vergessene Ladegeräte und die Installation und Aktualisierung von Treibern vor Konferenzen oder vor dem Arbeitsbeginn sind häufige Probleme. Dies betrifft nicht nur den Mitarbeiter, sondern auch IT-Support und Kunden, die ihre Zeit für diese Probleme aufwenden müssen. Fast 60 % der Personen in der „Chelsea Apps“-Umfrage gaben an, dass sie ihre Arbeit wegen technischer Probleme nicht richtig erledigen konnten.

Zum Beispiel verbinden 30 % der Personen ihre Smartphones mit einem Projektor, wenn dies möglich ist. Aber wie oft haben Sie schon erlebt, dass sich das Gerät trotz allem Aufwand beim Anschluss von Kabeln nicht verbinden lässt? Selbst die scheinbar praktischsten mobilen Optionen können mit den Anforderungen des modernen Büros nicht mithalten.

Statt echter Freiheit und Mobilität erfahren Menschen durch die gleichzeitige Nutzung zahlreicher verschiedener Geräte tägliche Frustration. Wir haben gelernt, verschiedene Geräte zu nutzen, um die unterschiedlichen Probleme der einzelnen Geräte zu umgehen. Das ist nicht die ideale Arbeitsweise.

So wird mobile Arbeit wieder produktiv

Die einfachste Methode, um diese Probleme zu lösen, ist der Upgrade auf ein kollaborationsorientiertes Betriebssystem wie Windows 10 und die Verwendung von Geräten, die nahtlosen Zugriff und problemlose Datenfreigabe ermöglichen.

Bis Sie die perfekte Technik für Ihre Anwendungen finden, helfen nur gute Vorbereitung und Planung bei der Verbesserung der mobilen Arbeit.

In zukunftssichere Technologien investieren

Für die nächsten fünf Jahre rechnen Branchenexperten damit, dass die größten Veränderungen von den folgenden digitalen Technologien ausgehen:

  • Cloud-Computing und -Speicher – 40 %
  • Tablets – 39 %
  • Smartphones – 31 %
  • Soziale Medien – 25 %
  • Mobile Apps –25 %
  • Webbasierte Tools zur Zusammenarbeit – 23 %

Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Zusammenhang mit mobiler Arbeit und neuen Arbeitsweisen. Die Investition in diese zukunftssicheren Technologien ist daher unerlässlich, um wettbewerbsorientiert zu bleiben und sich am Markt zu behaupten.

Diese neue Infrastruktur vereinfacht nicht nur die mobile Arbeit und Zusammenarbeit, sondern ermöglicht Unternehmen auch, zukünftigen Mitarbeitern besonders attraktive Angebote zu machen: 35 % der Befragten in einem Bericht der Lancaster University Work Foundation gaben an, dass dies einen wichtigen Faktor für ihre Work-Life-Balance darstellt.

In vielen Fällen könnten die am besten qualifizierten Kandidaten Ihr Angebot ablehnen, weil Sie keine flexible Arbeit anbieten: Tatsächlich bewerben sich eine schockierende Zahl von 1,9 Millionen Kandidaten trotz Qualifizierung nicht um Arbeitsplätze ohne flexible Optionen. Investieren Sie in Fernzugriff, Cybersicherheit und Mobilgeräte, um Ihre neue Belegschaft anzuwerben.

Wichtige Programme installieren und aktualisieren

Wenn Sie mit einem Kunden häufig Kontakt haben, sollten Sie erwägen, die beiden IT-Teams zusammenzubringen, um einen nahtlosen Zugriff auf gemeinsam genutzte Technologie zu ermöglichen. Gegebenenfalls können Treiber und Software für proprietäre und Inhouse-Software vorsorglich auf Laptops und Mobilgeräten installiert werden.

Gute Sicherheitsgewohnheiten pflegen

Wenn die mobile Arbeit für Ihr Unternehmen ein neues Konzept ist, müssen Sie sicherstellen, dass entsprechende Schulungen angeboten werden. In Bezug auf die IT-Sicherheit müssen Ihre Mitarbeiter mit aktuellen Best Practices vertraut sein. Regeln und Verfahren müssen für die Verwendung von persönlichen Geräten und den sicheren Umgang mit Daten außerhalb des Unternehmensgeländes festgelegt werden.

Tatsächlich glauben 90 % der Personen, dass Mitarbeiter am Unternehmensstandort ein größeres Sicherheitsrisiko darstellen als ihre mobil arbeitenden Kollegen. Befragte geben an, dass mobil arbeitende Kollegen dank der speziellen Trainingsangebote, Tools und Technologien mögliche Sicherheitsrisiken bewusster wahrnehmen. Dennoch gaben 91 % der befragten Angestellten an, dass sie standortunabhängig auf vertrauliche Inhalte zugreifen, obwohl nur 58 % diese Verbindungen für „privat und sicher“ hielten.

Ihre Mitarbeiter sind bereit für die Heimarbeit. Der Schlüssel ist, ihnen die Tools zur Verfügung zu stellen, damit sie sicher und produktiv arbeiten können.